Nikolai Menzel | BSc. ost.

Klassische Osteopathie zielt auf die Qualitäten der Freiheit und Balance der Körperstruktur als Ganzes betrachtet und deren Einfluss auf neurologische, zirkulative und endokrine Funktionen. Aus ihrer Perspektive gründet Krankheit auf all jenen Faktoren, welche die regulativen Kapazitäten unseres Organismus überfordern und beeinträchtigen.

 

Tastbare Fehlfunktionen (genannt: "Osteopathische Läsionen"), werden als natürliche (physiologische) Reaktionen auf Belastungsfaktoren verstanden und hieraus leitet sich ab, dass diese keine simplen mechanischen Störungen, sondern Ausdruck von Anpassungsvorgängen sind. Jedwede Krankheit, Beeinträchtigung oder Verletzungsfolge muss daher ebenso durch einen physiologischen Prozess therapeutisch erreicht werden und qua Unterstützung derjenigen Vorgänge, welche physiologische Kapazitäten fundamental voraussetzen, konstituiert sich Gesundheit in Form normaler Gewebetrophik und -dynamik.​

Klassische Osteopathie integriert außerdem die Ebene des Selbst- bzw. Leiberlebens und unterstützt damit Prozesse der psychosomatischen Verarbeitung. Sie verbessert die Regulationsfähigkeit (Homöostase) des Organismus auf grundlegende Weise und fördert die Resilienz im Umgang mit (körperlichem) Leiden.