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Im Rahmen der Erstkonsultation ist Zeit, Ihr Anliegen mit Ruhe zu besprechen. Sofern Sie mich wegen medizinischer Sorgen aufsuchen, bringen Sie relevante Arztberichte (falls vorhanden) bitte mit. Wenn eine osteopathische Behandlung gewünscht und angemessen ist – letzteres ist nicht immer der Fall – führe ich eine körperliche Untersuchung und Behandlung durch. Da in der Osteopathie grundsätzlich der gesamte Körper von Interesse ist – und nicht nur der Ort des Symptoms – ist es i. d. R. nötig, sich soweit zu entkleiden, dass tastender Weise gut an die Strukturen Ihres Körpers heranzukommen ist (Unterwäsche dürfen Sie immer anbehalten). 

Für die osteopathische Arbeit in meiner Praxis ist wichtig zu wissen: Untersuchung und Behandlung sind sanft und angepasst an Ihre Verfassung. Ich verzichte fast vollständig auf Provokationstests und lege großen Wert auf eine schmerzfreie Behandlung. Komplikationen infolge einer Behandlung sind daher äußerst selten, gleichwohl sog. Erstverschlimmerungen in den Tagen nach der Behandlung möglich sind (diese sind harmlos und klingen von selbst ab). Im Anschluss an die Behandlung finden wir nochmals Zeit, über Befund und Prognose zu sprechen. Nur wenn es uns sinnvoll erscheint, vereinbaren wir Folgetermine.

Ihrer Konzeption nach kann Osteopathie – wenigstens unterstützend – als allgemeines Mittel in der Gesundheitsfürsorge eingesetzt werden (siehe Osteopathie-Seite). Abhängig von der jeweiligen Situation ist sie jedoch nicht immer sinnvoll. Im Rahmen meiner Praxis ist sie nicht sinnvoll bei akut-lebensbedrohlichen Zuständen, frischen Verletzungen, die unfallärztliches Handeln erfordern, und akuten Infektionen. Auch können extreme Schmerzen (solche, bei denen keine erträgliche Lage mehr gefunden werden kann) nicht sinnvoll osteopathisch behandelt werden. Osteopathie kann grundsätzlich keine Kontrolle über körperliche Vorgänge ausüben – ihre Wirkung entfaltet sich prozessual durch Entlastung und Unterstützung physiologischer Ressourcen.

 

Osteopathie ist eine langsame Medizin, die Zeit für Veränderungen benötigt – ich sehe ihren größten Nutzen (heutzutage) in der Behandlung chronischer Krankheiten, mit dem Ziel der Reduktion von Symptomlasten. Ferner bei psychosomatischen Syndromen, die in der konventionellen Medizin oft keine integrative Versorgung erfahren und – sehr wichtig – in der Nachsorge von Unfällen und Verletzungen (auch chirurgisch verursachten), die oftmals subtile Störungszustände im Gewebe hinterlassen, die mittels konventioneller Diagnostik nicht erfasst werden können (Persistieren konkreter Beschwerden vorausgesetzt). Osteopathie kann außerdem in der Schwangerschaft hilfreich sein, wenn Beschwerden auftreten, die fachärztlich nicht verifiziert oder behandelt werden können (z. B. aufgrund schwangerschaftsbedingt eingeschränkter pharmakologischer Optionen).

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